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Tuning
Viele günstige Teleskope sind kaum oder gar nicht gegen Streulicht im innern des Tubus geschützt. Dieses Streulicht kann unter
anderem dazu führen, dass die Abbildung aufgehellt wird und somit Kontrast verloren geht.
Obschon ich keine Vergleichsmöglichkeiten hatte, entschied ich mich dem Streulicht an den Kragen zu gehen. Durchforstet man die
einschlägigen Foren, so sind zwei Varianten stark verbreitet:
1. Schwärzen mit Schultaffellack oder spezieller Farbe
2. Auskleiden mit Velours-Folie
Da ich mir das Bemalen des Tubusinnern (bei der Länge meines Dobsons) als ziemlich mühsam vorstellte, entschied ich mich für die
Velours-Folie. Hier hat sich die Folie von DC-Fix bewährt, die ich aber leider in keinem Baumarkt finden konnte (unterdessen hab
ich sie bei Coop Bau & Hobby gesehen). Aus diesem Grund habe ich bei Obi drei Rollen Velours-Folie von der Firma Alkor sowie ein
paar Fusselrollen gekauft.
Nachdem ich meinen Newton vollständig zerlegt hatte, gings ans Auskleiden. Hierbei fand ich die Anleitung von Pteng sehr hilfreich.
Um zu vermeiden, dass sich Fusseln auf dem Hauptspiegel ansammeln, bearbeitete ich die verklebte Folie mit den
Fusselrollen. Dieser Schritt sollte unbedingt durchgeführt werden, da sich beim Einkleiben eine Unmenge an Fusseln bildet.
Fazit:
Das Auskleiden mit Veloursfolie klingt schwieriger als es in Wirklichkeit ist. Sieht man sich die Fotos an, dann wird auch deutlich,
dass der ausgekleidete Teil deutlich dunkler wirkt. Wie und ob sich diese Massnahme auf das Seeing auswirkt kann ich nicht wirklich
beurteilen, da ich für einen direkten Vergleich ein zweites, nicht ausgekleidetes, Instrument bräuchte.
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Da die Azimutalbewegung meiner Rockerbox von Beginn weg immer sehr schwergängig war, machte das Beobachten im höheren
Vergrösserungsbereich nicht so richtig Spass. Aus diesem Grund habe ich mich nach einer Variante umgesehen, die Rockerbox
im Azimut zu tunen.
Nach diversen Recherchen im Web, kamen für mich zwei Lösungen in Frage:
1. Rollenlager
2. Ebony-Star mit Teflon
Ich Entschied mich für das Rollenlager, da dieses weder geklebt, noch geschraubt werden muss. Das Rollenlager wird mit
zwei Metallplatten geliefert die als Sandwich (Platte - Lager - Platte) auf die Grundplatte der Rockerbox montiert werden.
Auf den Bildern sind noch die alten Teflonpads zu sehen, die ich unterdessen entfernt habe. Das Rollenlager ist insgesamt
etwas dicker, weshalb die Pads nicht unbedingt entfernt werden müssen.
Der erste Test zeigte, dass die Schwergängigkeit definitv Schnee von gestern war. Die Veränderung der Gleitreibung gefiel
mir ganz gut aber leider fehlte nun die Haftreibung was dazu führte, dass der Dobson zu leichtgängig war. Die kleinste
Berührung liess meinen Doboson zum Ventilator werden. Aus diesem Grund habe ich mir bei Migros ein paar dickere Filzgleiter
gekauft und diese an die ehemaligen Stellen der Teflonpads geklebt.
Fazit:
Bisher gefällt mir die Lösung mit dem Rollenlager ganz gut. Ob die Haftreibung für Beobachtungen im hohen Vergrösserungsbereich
ausreicht, wird sich zeigen. Zumindest lässt sich der Dobson jetzt ohne Ruckeln im Azimut bewegen.
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Mein Wohnort eignet sich leider nicht sonderlich gut als Beobachtungsplatz, da wir einerseits den Nebel gepachtet haben
und andererseits in einer Bergschneisse wohnen, durch die permanent der Wind pfeifft. Aus diesem Grund muss ich mein
Equipment für jeden Beobachtungsabend transportieren. Um die Auskühlzeit des Spiegels zu reduzieren, habe ich mich entschlossen,
einen Lüfter hinter die Hauptspiegelzelle zu montieren.
Das nötige Material habe ich bei Coop Bau & Hobby für ein paar Franken gekauft:
- Kunststoffplatte
- Klettband
- 2 Bananenstecker und 2 Einbaubuchsen
- Draht
- 12-Volt Stecker
Da ich noch einen alten PC rumstehen hatte, habe ich dessen Lüfter ausgebaut. Die Kunstoffplatte habe ich mit einer Stichsäge auf die
Grösse der Hauptspiegelhalterung gesägt. Da es sich bei der Platte um Makrolon (oder ähnlich) handelt, bestand nie die Gefahr des splitterns.
Hier sollte insbesondere bei Acryl Vorsicht geboten werden (vor allem auf die Augen). Die Löcher für Stell-, Konterschrauben und Einbaubuchsen
lassen sich problemlos mit einem Akkuschrauber bohren. Hier sollte lediglich mit niedrigen Drehzahlen gebohrt werden, da sich der Kunststoff
ansonsten schnell erhitzt und schmelzen kann.
Mit ca. 2cm breiten Klettbandstreifen habe ich anschliessend meinen Lüfter an die Halterung geklebt. Dies hat den Vorteil, dass ich den Lüfter
jederzeit ohne Werkzeug entfernen kann.
Fazit:
Mit relativ wenig Aufwand (finanziell und zeitlich) kann ich meinen Hauptspiegel innert nützlicher Frist an die Umgebungstemperatur anpassen.
Da der Lüfter nicht regelbar ist, saugt dieser mit maximaler Drehzahl die Luft aus dem Tubus und ist somit nicht geeignet für den Einsatz während
der Beobachtung (Luftstrom und Vibrationen). Sollte ich dennoch irgendwan den Wunsch verspühren den Lüfter auch während der Beobachtung zu nutzen,
dann werde ich ihm einen Regler verpassen.
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